CSU Bad Aibling und Willing


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Besuch aus Südtirol


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Junge Union pflegt bayerisch-südtirolerische Freundschaft

„Political Dinner“ – Törggelen mit Bozens Vizebürgermeister Klaus Ladinser

Bad Aibling – Zur bereits dritten Auflage der erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Political Dinner“ konnte die Junge Union Bad Aibling Klaus Ladinser, den Vizebürgermeister der Stadt Bozen, als Redner eines Törggelenabends im Gebirgsschützenstüberl in Bad Aibling begrüßen und so die bayerisch-südtirolerische Freundschaft pflegen und neue Kontakte über die Landesgrenze hinaus herstellen.

Zur Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Political Dinner“ lud der CSU-Nachwuchs am vergangenen Wochenende Klaus Ladinser, Vizebürgermeister der Landeshauptstadt Südtirols, als Redner des  als Törggelen gestalteten Abends ein. Stephan Schlier wies in seiner Begrüßung im dicht besetzten Gebirgsschützenstüberl – darunter neben einigen Stadträten auch der CSU-Fraktionssprecher Erwin Kühnel, der den ausländischen Gast in Vertretung des verhinderten Bürgermeisters Felix Schwaller seitens der Stadt willkommen hieß – auf den hohen Stellenwert hin, den Südtirol gerade im bayerischen Oberland bei Urlaubern und Vereinen genieße: „In der festen Verwurzelung in Tradition, Heimat und Glaube, allgemein in der gesamten Mentalität gibt es bei aller Verschiedenheit große Gemeinsamkeiten zwischen Bayern und Südtirol“, so der JU-Ortsvorsitzende.

Dass diese Begrüßungsworte ihre Richtigkeit behalten würden, zeigte sich während des Vortrages von Klaus Ladinser, der thematisch schlicht über seine Heimat sprach und diese Einschätzung vollumfänglich teilte. Einen besonderen Schwerpunkt setzte der auch in der Südtiroler Volkspartei (SVP) einflussreiche Redner auf die historische und aktuelle Entwicklung seiner Heimat. So schilderte er chronologisch die wichtigsten Ereignisse seit des Vertrages von St. Germain vom Oktober 1920, der die Annektierung des von Italien besetzten Südtirols nach dem für Österreich-Ungarn 1918 verlorenen Ersten Weltkrieg regelte. Einen wesentlichen Teil der Ausführungen bildeten die Schilderungen der Risse in den Familien, die zwischen 1939 und 1943, die Zeit der Option in Südtirol, entstanden, als deutschsprachige Südtiroler und Ladiner sich für Deutschland entschieden (sog. Optanten) oder in Südtirol blieben (sog. Dableiber) und ihre Sprache und Kultur aufgeben mussten. Dem sei eine „Italienisierung“ vor und verdeckt auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg gefolgt. „Auch meine Familie litt noch viele Jahre danach unter der erzwungenen Spaltung in der Optionszeit“, so der Gast. Wie sehr es weiterhin unter der gesellschaftlichen Oberfläche brodelte habe sich vor allem anhand der immer wieder auftretenden und beschämenden Bombenattentate ab 1956 gezeigt, die die diplomatischen Verhandlungen zwischen der SVP und italienischen sowie österreichischen Regierungsvertretern mit dem Ziel einer Loslösung Südtirols von Italien anstelle einer Autonomielösung begleiteten. Die als Feuernacht bezeichnete schlimme Anschlagserie von 1961 habe das Ziel gehabt, international Aufmerksamkeit zu erregen, wobei Klaus Ladinser klar herausarbeitete, dass der Zweck nicht die Mittel heilige. Endgültig beigelegt wurde der Konflikt um die Stellung Südtirols in Italien schließlich mit der Verwirklichung des Südtirol-Paktes 1992 und einer umfangreichen Autonomie. Bereits seit 1988 habe es keinerlei Feindseligkeiten derart mehr gegeben. Für die Zukunft Südtirols wünschte sich Bozens Vizebürgermeister Klaus Ladinser ein starkes Europa der Regionen. Andreas Winhart hob als stellvertretender JU-Ortsvorsitzender diese Idee noch einmal besonders hervor und betonte die europapolitische Gemeinsamkeit von CSU und SVP in dieser Frage, ehe er dem Gast ein Präsent des Ortsverbandes überreichte, woraufhin die bayerisch-südtirolerische Freundschaft zu den Klängen der Rauschberg-Musi und bei kulinarischen Spezialitäten im weiteren Verlauf des gemütlichen Abends noch weiter intensiviert werden konnte.

Neben dem politischen Abend selbst nahm Klaus Ladinser auch gerne die Möglichkeit wahr, Bad Aibling kennenzulernen. Noch am Samstagabend führten ihn die beiden Nachwuchspolitiker, Stephan Schlier und Andreas Winhart, durch das Zentrum ihrer Heimatstadt. Eine ausführlichere Erkundung des weiteren Stadtgebiets schloss sich vor der Abreise des Gastes am Sonntag an. Unter der Führung von Stadtratsmitglied und Werksreferent Konrad Gartmeier konnte dieser unter anderem die ansässigen Kliniken, das Mietrachinger Parkgelände, den Kurpark, einige Hotels, die Therme Bad Aibling und die Kirche Hl. Kreuz in Berbling besichtigen. Sichtlich beeindruckt verließ Klaus Ladinser die Kurstadt nicht ohne vorher eine herzliche Einladung für einen baldigen Gegenbesuch auszusprechen.